Bug Out Bag (Notfallrucksack)

Bug Out Bag – Der 72 Stunden Notfallrucksack
(ursprünglich entwickelt für Piloten und Einzelkämpfer)

Mit einem Bug Out Bag kann man im Extremfall theoretisch 72 Stunden völlig autark überleben. „Theoretisch“ deshalb, weil dieser Notfallrucksack und dessen Inhalt natürlich nur bei vorheriger richtiger Planung und Übung der Handhabung seine volle Wirkung entfalten kann. Ein Bug Out Bag ist als immer griffbereiten Notfallrucksack zu betrachten, den man im Falle einer Evakuierung sofort schnappen kann und der alles enthält, was einem selbst (und/oder seiner Familie) das Überleben draußen und im schlimmsten Fall sogar das Überleben unter extremsten Bedingungen sichert. Getreu dem Motto: „Das Beste hoffen und auf das Schlimmste vorbereitet sein“.
Da die Mehrzahl der Bevölkerung weder Piloten, noch militärisch ausgebildete Einzelkämpfer sind, muss der Notfallrucksack entsprechend der eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Sinn und Zweck eines gut geplanten und gepackten Notfallrucksack ist es, sich in Katastrophenfällen einige Zeit (72 Stunden) selbst zu helfen (solange bis staatliche Infrastrukturen wieder hergestellt sind, oder ein sicherer Fluchtort erreicht ist) und sich unter Umständen auch gegen den „Feind Mensch“ zur Wehr setzen zu können.
„Feind Mensch“ deshalb, weil in einer Krise jeder fremde Mensch den man trifft, potentiell ein Feind ist, der einem das Wenige das man hat, wegnehmen will. Denn wenn die Versorgung zusammenbricht und nichts essbares mehr aufzufinden ist, dann wird selbst für ein Stück Brot das Leben riskiert oder gar der Tod anderer in Kauf genommen.

Was gehört in einen Notfallrucksack?
Das Wichtigste ist die Wasserversorgung, denn ohne Wasser ist der Mensch nach drei Tagen am Ende. Ein Mensch benötigt 1,5-2 Liter Flüssigkeit pro Tag darum sollte mindestens eine Flasche Wasser im Rucksack sein und ein min. 5 Liter Wasserkanister, in dem man sich Wasser aus natürlichen Quellen (Flüsse, Seen) holen und aufbewahren kann. Dieses Wasser muss jedoch zwingend behandelt werden, entweder chemisch mit z.B. Micropurtabletten, oder mit einem entsprechenden Wasserfilter. Auf keinen Fall sollte man das gesammelte Wasser unbehandelt trinken. Darüber hinaus benötigt man auch Wasser zum Kochen und der Körperpflege.

Nahrung ist der nächste wichtige Punkt. Für einen Notfallrucksack ist es eigentlich ausreichend, Notrationen für drei Tage vorrätig zu haben. Jetzt sind diese Notrationen nicht unbedingt jedermanns Sache. Für diesen Fall braucht man Outdoor Kochgeschirr und einen Kocher, sowie das entsprechende Brennmaterial (Spiritus, Gaskartusche) und auch etwas zum Anzünden. Natürlich benötigt man auch entsprechende Nahrung, wie z.B. Trek´n Eat. Zum Anzünden eines Feuers ist ein Magnesium Feuerstarter empfehlenswert, denn auf den ist bei jedem Wetter Verlass. Selbst wenn man nicht kochen will/muss, bietet ein Feuer Wärme, in der Nacht schützt es vor allerlei Getier und es vermittelt uns ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Hygieneartikel (Kulturbeutel) sind enorm wichtig. Einerseits verhindert Hygiene Krankheiten, andererseits „fühlt“ man sich einfach besser. Daher darf ein Kulturbeutel in keinem Notfallrucksack fehlen. Zahnputzzeug, ein Stück Kernseife, ein Rasierer für Männer und einige Binden und/oder Tampons für Frauen sind das absolute Minimum, das in den Kulturbeutel gehört. Jeder kann und sollte diese Liste nach eigenen Bedürfnissen erweitern.

Für den Fall, dass sich kein witterungsgeschützter Unterschlupf findet, muss man seine Kleidung an die Witterung anpassen. Daher ist ein Regenponcho von Nöten, ebenso wie warme Kleidung und festes Schuhwerk. Um sich im Handumdrehen ein schützendes Dach zu zaubern sind ein Tarp oder eine Zeltplane, sowie entsprechende Schnüre und Heringe sinnvoll. Auch ein Schlafsack und eine Isomatte sind unverzichtbar.

Weiteres notwendiges Zubehör in einem Notfallrucksack sind:
ein Survival-Messer, ein Multifunktionswerkzeug, ein netzunabhängiges Radio, ein Kompass und Wege- und Geländekarten, ein Signalspiegel, eine netzunabhängige Campingleuchte, eine Taschenlampe/Stirnlampe und natürlich auch der richtige Rucksack.